IsraelSoliCamp Doku

IsraelSoliCamp Doku

Feb 22 / 12:17pm

Save the date: IsraelSoliCamp 2012

The IsraelSoliCamp 2012 is scheduled for November, 30th until December, 2nd. So grab you calendar and save the date!

Das IsraelSoliCamp 2012 wird auch in diesem Jahr wieder stattfinden: 30. November bis 2. Dezember. Abspeichern und drauf freuen!

Dec 1 / 11:53pm

Impressionen vom IsraelSoliCamp 2011

(download)
Nov 30 / 10:02am

Arab Spring

Session von Samstag, 17:00 Uhr (protokolliert von Peter)
1. Kurze Einführung in historisch arabische Strukturen:
Alte arabische Welt bestand aus Stämmen.
Durch Mohammeds Wirken entstanden Städte.
Nach Beendigung des osmanischen Reiches entstand ein Machtvakuum. ⇒ Diese Lücke füllten Militärdiktaturen. ⇒ Folge: Menschen haben nie demokratische Strukturen erlernt und kennen nur ein unfreiheitliches und patriarchalisches System. ⇒ Frage nach Sinn schneller Wahlen. Demokratie braucht demokratische Strukturen! Die Araber haben das nie erlernt. Es gibt noch viel zu viele Analphabeten und zu wenig Zugang zu Bildung, Medien und Informationstechnologien.

2. Einzelfallbeispiele:

2.1 Tunesien:

Tunesien wurde in den letzten Jahrzehnten ökonomisch erfolgreicher, aber auch repressiver.

2.2 Türkei:

Die Türkei wird hier oft gelobt, hat jedoch innenpolitisch eine immer stärker wachsende islamistische Strömung.

2.3 Palästinensische Gebiete:

In der Westbank wurde damals Hamas gewählt. Israel hat nur deren Macht verhindert. Ein Gesamtkonzept für den Nahen Osten ist nötig.

2.4 Irak:

Bestes Beispiel, dafür dass Demokratie ein Prozess ist, der lange andauert.
Fazit: Demokratie kann nicht von heute auf Morgen stattfinden. Die zeitliche Entwicklung spielt den Palästinensern in die Hände: In Ägypten verschärft sich das antisemitische Klima. In Syrien gibt es womöglich bald einen Sturz und die Türkei entwickelt sich auch immer antisemitischer. Die aktuell größte Gefahr für Israel liegt jedoch im persischen Raum: Iran!

3. Probleme:

Europa hat die bürgerlichen Demokraten der arabischen Staaten zu lange vernachlässigt. Der „Westen“ muss mehr Hilfestellung leisten und einschreiten. Zeitliche Entwicklung ist eher zu Lasten Israels. Größtes Problem liegt im Iran.

Nov 30 / 10:02am

Argumentationshilfen gegen Antizionismus

Session von Samstag, 18 Uhr… (protokolliert von Peter)

Typisch antisemitische Phrasen:

- „Israel begeht Menschenrechtsverletzungen“
- „Zionismus ist nur Nationalismus“
- Vertauschte Schuldrollen: Opfer ⇒ Täter
- Oberflächliches Wissen über Teilungsplan
- „Israel gibt es nur wegen einer starken zionistischen Lobby“
- Was Israel auch macht, es wird negativ ausgelegt (z.B. wird selbst Israels homosexuellenfreundliche Politik gegen sie instrumentalisiert: „Das machen sie ja nur, weil sie wollen, dass über sie positiv berichtet wird“)
- Den Juden nimmt man (unterbewusst) übel, dass man als Deutscher kein Nationalgefühl mehr haben darf
- „Israel ist der Störer des Weltfriedens überhaupt“
- Israel nimmt man Sachen übel, die jedoch auf der ganzen Welt passieren
- Ständige Reduzierung auf Israels Siedlungsbau oder ihrer rechen Regierung
- Als Israel-Freund muss man sich sofort überall rechtfertigen

Methoden, dagegen anzugehen:

- Bildung und Aufklärung
- Zeigen mit wem sich Antisemiten solidarisieren oder mit welchen Gruppen sie semantisch und rhetorisch viel gemeinsam haben: Hamas, Nazis…
- Literaturhinweise
- Hinweis, dass es auf der Welt viele Staaten gibt, in denen es wirklich schlimme Verbrechen gibt


Wie kann es sein, dass Menschen stets so verkürzt antisemitisch argumentieren:

- Antisemiten konstruieren sich ihr eigenes Weltbild, das für sie eine eigene Logik in sich hat.
- Viele Antisemiten sind hermetisch abgeriegelt. Sie sind resistent gegenüber allen Fakten und allem, was nicht ihrem antisemitischen Weltbild entspricht.
- Menschen ersparen sich gerne das Denken und konstruieren sich ein vereinfachtes Weltbild, um komplexe Sachverhalte zu verstehen. Dabei zeichnen sie ein Bild in Schwarz und Weiß. Dabei gehört man selber natürlich zu den Guten und muss zur Selbstentlastung die Bösen definieren. Das sind dann die sog. „Mächtigen“ und diese Rolle nehmen historisch gewachsen bei Antisemiten die Juden (neben USA) ein.

Nov 27 / 1:16pm

Stefan Hensel (Hamburg für Israel e.V.)

Viele Leute hatten Stefan angesprochen, wie Hamburg für Israel funktioniert, wie ist die Organisationsstruktur? Deshalb hier ein kleiner Input dazu!

 

Viele politisch unterschiedliche Menschen bei Hamburg für Israel organisiert. Wichtig, dass sich Hamburg für Israel immer nur für explizit israelsolidarische Themen engagiert haben. Das ist der gemeinsame Kontext.

 

Kooperationen mit vielen anderen Vereinen, Gesellschaften, Stiftungen: Konrad Adenauer Stiftung, Jüdische Gemeinde Hamburg, Mideast Freedom Forum, Sportvereine, Schwul-Lesbische-Filmtag, etc.

 

Bis vor Kurzem hauptsächlich aktivistisch ausgerichtet. Gegenpol dazu seit neuerer Zeit: interne Veranstaltungen. Einladen von Referenten zur Koordinierung und Networking.

 

Verein gegründet, um etwas Offizielles zu haben, wenn man an andere Organisationen herantritt.

 

Hamburg für Israel würde (fast) alle Vereine / Initiativen besuchen, die etwas zu Israel machen wollen. Gut ist es da aufzutauchen, wo es nicht erwartet wird – Überraschungseffekt!

 

Alle zur Verfügung stehenden Mittel sind private Gelder.

 

Hamburg für Israel könnte als Beispiel für andere Städte dienen.

Nov 26 / 4:37pm

Sam Westrop (British Israel Coalition): „The Red-Green-Brown Network“ #israelsolicamp

Lecture on the unholy alliance of Islamist, far-Left and far-Right groups who collaborate on anti-Israel initiatives. 
Anti-Western sentiment is the common determinator of Left, Right and Islamistic forces against Israel. Engaged in this are left wing groups, students councils, enviromental groups, islamistic circles and academic organizations. 

„Ideolic Ideology“ behind this: everything is sacrifice for an Idea.
The Soviet Union used to be an inportant player for financing Anti-Western Ideologies and researches. This role has now been taken by states like Saudia Arabia, Syria and Iran who are funding Anti-Israeli organisations and founding Middle East Ressearch Centers all over the UK (and other parts of Europe). For example the Muslim Brotherhood is sponsoring British universities. 

The strategy of Anti-Israel Campaigns switched from direct denial of the right of existence for a jewish state towards making the conditions of living for Israelis worse. 

Even homophobic sentiments and speeches from islamistic groups, right-wing Holocaust deniers and KKK-members, ore rape in islamic contries are recognized and accepted by left wing groups if it supports anti-Israeli actions and campaigns.

Example for Double Standards and Demonization of Israel and the challenges for pro-israeli activists: 
  • Anti-Iraq-War demonstration in London marched behind the slogan „No war. Freedom for palestine.“ as if it came directly from Saddam Husseins propaganda department. 
  • Communists in the UK a chanting „Victory for the Intifada!“ in meetings and forming a collective mob.
  • Ken Livingston (who received half a million pounds from the Iranian regime): accussed an minister for beeing a zionist islamphob.
  • Although less then three percent of British muslims are organized in extremist groups, they set the agenda and claim to represent all muslims in Britain.

Possible strategy: 
  • Pro-Israeli should join student councils, enviromental groups etc. if they share there original goals and re-occupy/re-hijack them for a democratic and antifascist aims.
  • The financial support of islamic countries and the Europeam Union towards anti-israeli groups should be make transparent.

Sam_standwithusuk
Nov 26 / 3:54pm

Gili Brenner (Stand with Us, UK): Der neue Antisemitismus

Die israelische Öffentlichkeit hat erkannt, dass man sich in einem neuen Kampf befindet, dass die Situation sehr ernst ist.

 

Delegitimierung von Israel; das Wort alleine taucht zumeist im Zusammenhang mit Israel auf – Bsp. Google

 

  • Seit der Zweiten Intifada hat sich die Kritik verändert Kampagne gegen Israel wurde immer „besser“
  • Manipulation von Bildern, der Kampf um Bilder
  • zuvor wusste man schon, dass es viel Kritik gegen Israel gab
  • neue Form des Kampfes

 

Seit ca. zwei Jahren versucht man eine eigene Kampagne zu starten, um den Konflikt besser zu erklären, damit die Welt Israels Lage besser versteht.

 

Wenn man für Israel einsteht, ist man immer schnell in der Situation sich rechtfertigen zu müssen, sieht sich in der Defensive. Rechte und Linke können sich immer schnell darauf verständigen, dass Israel „böse“ ist.

 

Der Graben zwischen der Realität, wie Israel ist, und wie es dargestellt wird, ist so groß Motivation von Gili Brenner, dies zu ändern.

 

Der neue Antisemitismus meint nichts gegen den einzelnen Juden zu sagen, aber dass der Staat Israel das „Böse“ an sich sei. Israel ist der Jude unter den Staaten geworden. Hier geht es nicht um die Kritisierung der israelischen Politik, sondern zumeist um die Delegitimierung von Israel.

 

Gili Brenner will zeigen, wann Kritik an Israel antisemitisch wird. Für heutige Israelis ist Antisemitismus schwer zu verstehen. Der Antisemitismus der Vergangenheit, die Verfolgung der Juden in Europa, der Holocaust hat gefühlsmäßig wenig bis gar nichts mit den heutigen Israelis zu tun. Doch wenn man länger in Europa ist, ist man mit neuen Antisemitismus konfrontiert.

 

Gili Brenner hat vor einem Jahr Stand with Us, UK gegründet. London ist ein Ort in dem der neue Antisemitismus sehr stark verbreitet ist. An den Universitäten, Boykottbewegung.

 

Die Herausforderung bei der Aufklärung ist die Verbreitung der Information. Gili fokussiert die Universitäten; erschreckend, wie wenig eigentlich gut gebildete Studenten von guten Universitäten über Israel und den Nahost-Konflikt wissen. Auf den verschiedenen Campusses sind arabische, palästinensische Gesellschaften verbreitet; jüdische Gesellschaften konzentrierten sich weniger auf Israelsolidarität. Häufig werden antisemitische Redner, die sich antizionistische geben, eingeladen. Hier ist ein neues Phänomen entstanden, von bei dem viele noch nicht wissen, wie damit umzugehen ist. Deshalb hat Stand with Us seine Arbeit aufgenommen!

Bei den britischen Studenten herrscht sehr viel Ignoranz gepaart mit Arroganz gegenüber der Realität in Israel und in der Israel sich befindet vor.

 

Aber man muss auch die NGO erreichen: Oxfam, Amnesty International, etc.

 

Drei D (Nathan Sharanski)

Delegitimierung, Dämonisierung, doppelte Standart

 

Delegitimierung:

Delegitimierung des Staates, seine Existenz; es geht nicht darum, die Politik zu kritisieren. Nur Israels Existenzrecht wird diskutiert, hinterfragt, nie die Existenz anderer Staaten.

 

Dämonisierung:

Das führt direkt zum „alten“ Antisemitismus zurück. Dämon, Teufel, Nazis, Faschisten, Apartheid, etc. Es ist sehr irrational, aber sehr mächtig.

Israel Gegner geben sich liberal, ziehen die Menschenrechte, Demokratie heran, etc. Gerade das macht sie zu schwierigen Gegnern.

 

Doppelte Standards:

Der Fokus ist auf Israel gerichtet; man konzentriert sich nur auf (vermeintliche) Missstände in Israel. Missstände in anderen Ländern spielen keine Rolle.

Insbesondere von der UN werden Israel gegenüber doppelte Standards vertreten.